Immer mehr 30er Zonen und weniger Parkplätze

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Ist das die Zukunft für uns Autofahrer? In den letzten 5 Jahren wurden so viele 30er Zonen geschaffen und Parkplätze überall in der Stadt reduziert, dass es immer öfters zu einem reinen Chaos kommt. Besonders Anwohner sind davon betroffen. Dabei muss man nicht einmal eine Stadt als besonderes Beispiel nennen. In jeder Stadt geschieht es. Im Westen, wie im Osten. Die Politik hat neue Änderungen auf den Weg gebracht, dass die Anordnung von 30er Bereichen künftig leichter werden soll. Besonders vor Schulen, Altersheimen, Krankenhäusern und so weiter.

Die erste Tempo 30-Zone wurde in Buxtehude 1983 getestet. München ist heute Spitzenreiter. 85 Prozent des gesamten Straßennetzes in der Stadt besteht aus Tempo 30-Zonen. 300 sind es insgesamt. Tendenz steigend. Fraglich ist allerdings, ob solche Zonen mehr Sicherheit bringen. Unbestreitbar ist lediglich der Zusammenhang zwischen Anhalte Weg (Reaktionsweg und Bremsweg) und Geschwindigkeit bzw. zwischen Aufprallgeschwindigkeit und Unfallschwere. Nicht aber, ob dadurch weniger Unfälle geschehen. 

Tempo 30-Zone für mehr Sicherheit?

Als zentrale Messgröße dient die Unfallhäufigkeit, diese hängt auf einer Messstrecke von Vorfahrtregelungen und zum Beispiel Verkehrsmenge ab. So wurde in Berlin die Wirkung von Tempo 30-Zonen auf Hauptstraßen getestet. Ein Effekt auf die Verkehrssicherheit konnte dabei nicht nachgewiesen werden. Kompaktwagen wie der Tipo sind genauso betroffen wie Luxus- und Sportwagen. Die Automobilhersteller haben zwar eine inspirierende Liste von Luxusautos in ihrem Portfolio, doch wo sollen wir künftig überhaupt noch fahren können?

Diese Frage wurde übrigens schon vor 15 Jahren beantwortet. Damals durch ein BASt-Forschungsprojekt. Man fand heraus, dass es zwischen Tempo 50 und 30 keine signifikanten Unterschiede gibt. Es kommt bei einer Herabsetzung auf 30 km/h zu keiner Verbesserung. So wurde festgestellt, das an den Unfallschwerpunkten nicht die Geschwindigkeit ausschlaggebend ist, sondern das einfache beseitigen von Sichthindernissen bereits eine deutliche Verbesserung mit sich bringt.

Mit Tempo 30 nimmt die Reisezeit um 25 Prozent zu und führt so zu einer Verkehrsbelastung. Die Umwelt wird stärker durch Tempo 30-Zonen belastet. Die Landesanstalt für Umwelt, Messung und Naturschutz in Baden Württemberg hat sich in einer Studie ausgiebig damit beschäftigt. Dabei wurde herausgefunden, dass der Betrieb eines Fahrzeugs bei niedriger Drehzahl in einem hohen Gang optimal sei. Bei der Fahrt mit 50 km/h würden die Schadstoffemissionen geringer als bei Tempo 30 km/h sein. Eine Ausnahme seien aber Straßen, an denen häufig Bremsvorgänge stattfinden müssten. 

Weniger Stress durch weniger Parkplätze

Lautet das Motto von einigen Parteien aber auch dem Umweltbundesamt. Die Parkplätze in den Innenstädten sollen in den nächsten 10 Jahren weiter reduziert werden. Die meisten Händler sehen dadurch enorme Umsatzeinbußen, die sie jetzt schon spüren. 

Bis 2030 gilt eine krude Idee. So sollen für das Auto eines Einwohners bis 2030 künftig nur noch 1,5 qm² am Straßenrand zur Verfügung stehen. So die Empfehlung des Umweltbundesamts. Derzeit sind es noch 4,5 qm².

Doch was soll mit all den Autos passieren. In Deutschland präsentiert die Politik gerne Verbote, ohne aber Lösungen zu nennen. Der Blick in die Staaten zeigt, wie es gehen könnte. Das sogenannte Stack car parking bietet viel Platz auf kleinstem Raum. Wir kennen das bereits aus Tiefgaragen, wo zwei Autos mit dem System übereinander parken. Mit einem Kombilift können mehrere Autos übereinander parken. Die Parkhäuser können so auf kleinstem Raum entstehen und anhand der Technik können zum Beispiel 4 – 6 Fahrzeuge übereinander parken.