Zum Thema "AZ zurückhalten", hier gibt es den Kurzbericht des Paul Ehrlich Instituts:
Bericht Paul Ehrlich Institut
Das ausschlaggebende Kriterium war offenbar nicht, dass es ein paar Fälle von Sinusvenenthrombose (oder wie der korrekte Ausdruck heißt) gab, sondern daß die Anzahl schwerer bis tödlicher Nebenwirkungen erheblich über der erwarteten Anzahl in einer sonst nicht übermäßig gefährdeten Altergruppe lag.
Anders ausgedrückt: Wenn Frauen aufgrund von Hormonbehandlung ("Pille") eine Thrombose erleiden, liegt das im erwarteten Größenordnung der bekannten Nebenwirkung. Wenn jetzt bei einem Produkt die Anzahl Thrombosen deutlich über der erwarteten Häufung von Nebenwirkungen läge, würde diese Zulassung auch erstmal wieder zurückgenommen.
An und für sich ein normaler, vernünftiger Vorgang, der natürlich angesichts der Alternativen zur Nicht-Anwendung und der derzeitigen Impfsituation etwas befremdlich wirkt.
Es ist aber Stoff zum Nachdenken, dass es nicht nur unsere deutsche, zunehmend kopflos und dilettantisch handelnde Regierung ist, sonder etliche andere Gesundheitsämter auch, die da erstmal genaueres wissen wollen. Und in den USA hat AZ bislang noch gar keine Zulassung erhalten. So ganz an den Haaren herbeigezogen kann diese Vorsicht dann wohl doch nicht sein.
(Ich würde mich sofort mit AZ impfen lassen, aber das ist nicht das Thema dabei)