Dem widerspreche ich ganz klar. Mein aktuelles Fahrzeug übermittelt mindestens 1x/Minute die Daten, wenn nicht noch kürzer getaktet. Stelle ich bei laufendem Motor den Luftdruck ein, habe ich die Werte Sekunden später im Display. Er misst also ständig, nicht nur einmal initial bei „Zündung an“ und ab dann alle x Minuten. Auch beim Saisonwechsel muss ich keine 15 oder 30 Minuten lang fahren, um den neuen Reifendruck zu sehen, sondern nach einer Strecke von ca. 500 Metern bis max. 3 Kilometern aktualisieren sich die 4 Messwerte fortlaufend.
Als ich einen Reifenschaden durch einen unbemerkt eingefahrenen Fremdkörper hatte, der sich auf der Autobahn plötzlich aus dem Profil herauslöste, erfolgte die Druckverlustmeldung bei einem vorherigen Fahrzeug (ebenfalls mit direkt messendem RDKS ausgestattet) binnen Sekunden - das ist ja auch der Sinn dieses Systems!
Den Vorgänger meines aktuellen Fahrzeugs bin ich übrigens 12 Jahre lang und 350 tkm weit gefahren und habe die Sensoren der Sommerräder nicht 1x ersetzen müssen. Insgesamt war der Wagen am Ende 14 Jahre alt und 380 tkm gelaufen - so viel zur (möglichen) Haltbarkeit der Sensoren. (Immer im Wechsel mit Winterrädern, die übrigens kein RDKS hatten; da war es nämlich noch nicht vorgeschrieben.)
Beim aktuellen Wagen haben jetzt auch die Winterräder RDKS-Sensoren. So konnte ich frühzeitig feststellen, dass vorne rechts ständig (geringfügig, ca. 0,8 bar/Woche) Luft entwich, obwohl am Ventil keine Undichtigkeit feststellbar war und auch kein Fremdkörper im Reifen steckte. Durch die kontinuierliche Druckanzeige habe ich durch regelmäßiges Auffüllen bzw. etwas erhöhtem Druck die Zeit bis zum Reifenersatz aufgrund normalem Verschleiß überbrückt, ohne mir einen Kopf machen zu müssen.
Und nein: Das sind keine Geschichten aus dem Paulanergarten! 