Beiträge von vrider73

Partner:
Feiertag?

    Ein Kunde kam auch zu mir und erklärte mir sein Auto habe defekte Hydrostößel. Sein Nachbar ist nämlich LKW-Fahrer und hat das gehört.

    Ich hab ihm dan gesagt dass sein Nachbar LKW fährt weil er LKW fahren kann und somit ein LKW Fahrer ist., also fahren kann.

    Wenn er Autos reparieren könnte wäre er KFZ-Mechaniker und würde Fahrzeuge reparieren.

    Es gibt natürlich Lkw-Fahrer die das können und auch sonst sagt der aktuelle Beruf wenig über das Erlernte aus, Aber das hier ist kein Kunde sondern ein Ärgernis und ein Zeit-Dieb.

    Ich hatte mal relativ viel Zeit darauf verwendet herauszubekommen ob die MB Freigabe 229.52, für Fahrzeuge mit Partikelfilter, mit der entsprechenden Fiat Freigabe, Nr hab ich jetzt nicht mehr im Kopf, vergleichbar ist.

    Dazu habe ich auch die KI bemüht und Herstellerseiten durchgesehen.

    Du findest dann heraus das die Freigaben untereinander so unterschiedlich in ihrer Zusammenstellung sind dass die Unterschiede nicht bedeutend sein können.

    Also bei einem Hersteller hat ein ÖL eine Freigabe für eine bestimmte MB Norm und VW Norm. BMW, Ford und Opel gehen aber nicht.

    Beim nächsten passt es dann nur für die Normen von oben bei der Zusammenstellung von MB, BMW und Opel, und immer so weiter.

    Immer bezogen auf die die immer gleiche eine Norm eines jeden Herstellers.

    Lustig oder.

    Die Werkstätten haben lediglich das Problem dass im Garantiefall ein Nachweis, per Rechnung, erbracht werden muss dass das "richtige" Öl eingefüllt wurde. Auch müssen die Werkstätten den Bezug dieses Öles gegenüber dem Hersteller nachweisen, der meist an der Plörre, per Vertrag, mitverdient.

    Steht also auf der Rechnung das falsche Öl drauf wird der Garantiefall abgelehnt und fertig.

    Und bei Garantieprüfungen der Hersteller wird zb auch geprüft ob das Öl tatsächlich bezogen wurde.

    Steht das richtige auf der Rechnung und das "falsche" ist drin interessiert das nicht weiter.

    Ich habe auch noch keinen Motorschadenwegen falschem Öl gesehen, wenn wir mal die Zahnriemen in Öl-Motoren aussen vorlassen. Und bei Multiair-Motoren wäre ich auch noch vorsichtig da dieses Öl Zusätze enthält die das schäumen noch viel stärker unterbinden als das in anderen Ölen der Fall ist.


    Es soll aber niemand dazu verleitet werden was anderes einzufüllen als das was vorgeschrieben ist. Es soll nur ein wenig diejenigen beruhigen die bei jedem Ölwechsel mit bangen darauf hoffen dass da blos nichts schief gegangen ist.

    Bei Shell gibts ein Öl , Helix heissen die glaub ich alle, das hat fast jede Freigabe die man braucht.

    Entweder sind die dämlich und wollen jede Menge Motorschäden bezahlen, oder das Öl besteht zum größten Teil aus Additiven, muss ja für alle was dabei sein, oder das Drama was ums Öl gemacht wird ist schlicht nicht nötig.

    Ich tendiere, nach 30 Jahren Automobilgeschäft, zu letzterem.

    Ja, es gibt Unterschiede zwischen Freigabe und "empfohlen für ...."

    Ich hab auch noch nie erlebt das ein Motorschaden wegen falschen Öl in Garantie abgelehnt wurde. Da mögen andere anderes erlebt haben aber sei es drum.

    Die Viskositäten haben mit dem Flottenverbrauch zu tun. Je dünner die Plörre ist dest weniger Kraftstoff verbrauchen die Motoren.


    Mercedes gibt zB im wesentlichen eine Norm vor, zb. 229.5, das kann ein Öl mit 0W20 oder auch ein 5W40, meist ein 5W30, sein.

    In der Betriebsstoffvorschrift steht dann: Immer das Öl mit der geringsten Viskosität, für den geringstmöglichen Kraftstoffverbrauch, verwenden.


    Es geht da nur um gesetzlich verodnete Flottenverbräuche und den CO2 Ausstoss.

    Dem Auto ist das aber erst mal wurscht.

    Überlege gerade mir auch Stahlfelgen zu holen. Meine Alufelgen haben nämlich schon das Problem der Lackunterwanderung mit Luftverlust. Und die sind nicht angefahren worden, ohne mechanische Beschädigung. Aber die originalen Radkappen sind auch ganz schön preisintensiv, von den original Alufelgen garnicht zu reden.

    Ich arbeite ja im Autohaus und in über 30 Jahren musste noch nicht eine einzige Stahlfelge wegen Rost entsorgt werden. Bei Alufelgen kommt es dagegen häufiger zur Situation dass diese entsorgt werden müssen. Manchmal wegen Lackablösungen und zu teurer Instandsetzung, meist aber wegen irreparablen Beschädigungen, über deren Ursache Stahlfelge nur geschmunzelt hatte.

    Ok, aber bei den Autos helfen Dir Fehlercodes kein bischen. Die Technik dahinter war vor 35 Jahren noch sehr weit von heutigen Möglichkeiten entfernt.

    "Ausgelesen" wurde damals mit dem F/L Tester und zwar an verschiedenen Steckern. Es gab einen für die Einspritzanlage und einen für's ABS, wenn vorhanden. Dazu müsste dann auch immer das entsprechende Modul in den Tester gesteckt werden, und davon gab's reichlich. Dann hat der Dir aber, wie schon geschrieben, keine Fehlercodes, sonder Parameter und Messwerte angezeigt. Die müssen dann eben entsprechend bewertet werden.