Ich habe mir den Stress mit dem Führerschein mit 50 angetan... "Bist Du deppat" sagt man in Wien wenn man den Stress erst einmal vor sich hat. Die Theorie mit 2000+ Fragen, die man per Software (glücklicherweise gibts die und den PC-Test, der jede menschliche Gemeinheit/Voreingenommenheit ausschließt!) auswendig lernen sollte und dann die praktische Prüfung, die im Stadtverkehr mindestens 30 Minuten dauern MUSS und Potential für ene gefühlte Million Fehler hat, v.a. in Österreichs einziger Großstadt Wien. Leider sind einige Junge aus meiner Gruppe in Wien geflogen, eine davon zum dritten Mal. Dann droht der Verkehrspsychologe... Die Theorie habe ich auf Anhieb geschafft (war für einen Schreibtischmenschen jetzt nicht das große Problem, abgesehen von der Masse an zu memorierenden Dingen), die Praxis war schon schwerer: beim ersten Antreten schwer verkühlt, 2 Stunden im Schneetreiben aufs Fahren warten, Medikamente genommen und dann gleich einen "schweren" Fehler. 14 Tage später - wieder genesen - vom gleichen Prüfer drangenommen, auf Herz und Nieren geprüft, zum Abschluss um eine FuZo an einem belebten Markt ohne Ampeln gejagt usw., ganz zufrieden war der Prüfer nicht, aber da er 3 Leute vor mir "fliegen" hat lassen, konnte er nicht umhin mich "alten Knacker", der ja ohne "schwere" Fehler geblieben war, durchzulassen. Den jungen Kollegen, der nach mir dran war, hat er durchsausen lassen, was ihm beim dritten Mal leider wieder passierte. Ob der den Schein jetzt hat, weiss ich leider nicht - brauchen würde er ihn als Gastronom. Der Kontakt hat sich verlaufen. M.E. wird in Österreich bei der Praxis viel zu formalistisch (und streng) geprüft, jedenfalls in der Stadt Wien - von hier flüchten deshalb viele ins flache Umland, um Straßenbahnen, Gelenkbussen und Begegnungszonen zu auszuweichen... Die österr. theoretische PC-Prüfung mit dem Fragen-Stakkato finde ich hingegen sehr gut (die Regeln, die man dabei lernt, sollen ja wie ein militärischer Drill verinnerlicht werden).